Neueröffnung des Haydn Geburtshauses in Rohrau

Sie waren Superstars ihrer Zeit, haben Musikgeschichte geschrieben und zählen zu den wichtigsten Vertretern der Wiener Klassik: Die Brüder Joseph (1732 – 1809) und Michael (1737 – 1806) Haydn.
Begonnen hat alles in Rohrau, wo die beiden Komponisten das Licht der Welt erblickten und nun auch wieder als zwei der berühmtesten Söhne Niederösterreichs heimkehren.
Am 14. September 2017 eröffnete Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner das neu gestaltete Museum im Rahmen eines musikalisch umrahmten Festaktes
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„Das Land Niederösterreich ist stets bemüht, das Erbe seiner großen Söhne angemessen zu würdigen und zu pflegen. Mit der Neugestaltung des Haydn Geburtshauses Rohrau wird ein wichtiger kulturstrategischer Standort als neues Herzstück der „Haydnregion Niederösterreich“ wiederbelebt. Die innovative Ausstellungskonzeption und die neuen Veranstaltungsräume werden die spannende Region zwischen Wien und Bratislava zusätzlich bereichern und das musikinteressierte Publikum verstärkt für die Musik und das Leben der großen niederösterreichischen Komponisten Joseph und Michael Haydn begeistern.“, so Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.

Das Museum wurde in den vergangenen elf Monaten um 1, 5 Millionen Euro durch das Land Niederösterreich als Eigentümer umgebaut und auf den neuesten technischen Stand gebracht. Unter der Marke „Zum Haydn“, entnommen vom Schriftzug des Gedenkschildes, das seit 1841 an der Außenfassade des Hauses angebracht ist, wird das Museum in Zukunft auch zum Zentrum der im Mai 2017 ausgerufenen „HAYDNREGION NIEDERÖSTERREICH“.
In der neuen Dauerausstellung werden Joseph Haydn und sein jüngerer Bruder Michael Haydn in ähnlicher Relevanz und auf Augenhöhe behandelt.

Die neue Ausstellung wurde von Kurator Dr. Werner Hanak-Lettner, Designer Stefan Umdasch und dem Grafikerduo Fuhrer konzipiert. Sie erzählt beginnend von Geburt, Kindheit und Jugend die frühen Jahre der späteren Weltstars - in einer Bild- und Tonsprache, die sich an Erwachsene und Kinder gleichermaßen wendet. Die vielen Kinder, ihr Schicksal (von 17 wurden nur sechs älter als ein Jahr) und die Art und Weise, wie sich zwei junge Buben aus einem ambitionierten Handwerkshaushalt bereits in der Jugend und im frühen Erwachsenenalter zu Spitzenmusikern bildeten, fordern eine Ausstellungssprache, die sowohl Kinder, Jugendliche als auch Erwachsene anspricht.
Wesentliche Säule dieser narrativen Strategie ist eine Graphic Novel, die der bildende Künstler Horst Stein gestaltete und die sich durch die Ausstellung zieht.
Zahlreiche Hörstationen erlauben es den Besuchern, tief in die melodische Gedankenwelt der Haydns einzutauchen. Ein audiovisuell gestalteter Klangraum lädt zum Verweilen ein.

Zum Mitmachen hingegen verführt die ebenfalls neu kreierte interaktive Klanginstallation „Das Streichquartett“ – eine Zusammenarbeit zwischen dem renommierten und experimentierfreudigen Koehne-Quartett sowie dem Institut für Creative\Media/Technologies der Fachhochschule St. Pölten.

Neu sind auch ein serviceorientierter Empfangsbereich samt Shop, ein Anbau für weitere Archiv- und Lagerflächen sowie zusätzliche Parkmöglichkeiten direkt hinter dem Geburtshaus der Haydns. Im Zuge der Sanierungsarbeiten wurde der Hof teilweise überdacht, ein Wintergarten mit Foyercharakter ist auf diese Art entstanden. Der ehemalige Lagerraum wurde in einen Konzertsaal mit 100 Sitzplätzen und optimaler Akustik verwandelt.

Das Haydn Geburtshaus Rohrau fungiert als Herzstück der kulturtouristischen Initiative „HAYDNREGION NIEDERÖSTERREICH“, einer Kooperation des gleichnamigen Vereins und der Abteilung Kunst und Kultur des Amtes der Niederösterreichischen Landesregierung.  [...]

Die künstlerische und organisatorische Verantwortung für das Gesamtprojekt „Zum Haydn“ haben seitens des Vereines der Haydn-Spezialist Harald Kosik, MAS und seitens der Abteilung Kunst und Kultur der Museumsleiter des Haydn Geburtshauses Rohrau, Mag. Michael Linsbauer.

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